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wiki:22_steinfurt_tecklenburg

Tecklenburg

www.Tecklenburg.de

Dieses ist die Beschreibung der Stadt Tecklenburg mit ihren früheren Dörfern/Bauerschaften, den ihnen folgenden Städten, Gemeinden und den Kirchengemeinden (Kirchspielen).

Hausstätten- und Höfeliste

Literatur

Geschichte

Die Tecklenburg wurde vermutlich um 1100 vom niederländischen Graf von Zutphen errichtet, um den wichtigen Handelsweg Lübeck–Bremen–Münster–Köln an dieser engen und gut einsehbaren Stelle zu kontrollieren und Zölle fordern zu können. Ekbert von Tecklenburg war sächsischer Vasall und ab 1127 Graf von Tecklenburg. Denn 1139 fiel ihm ein Teil des Erbes Graf Heinrichs I. von Zutphen († um 1122, vor 1127) zu und er nannte sich seither nach der Burg Tecklenburg und rückte zudem an die Position der alten Grafen von Zutphen. Der Streit, zum einen um dieses Erbe mit den Grafen von Ravensberg und Oldenburg, und zum anderen mit den Bischöfen von Osnabrück und Münster war bestimmend für sein Haus. Neben den wichtigsten Rechtstiteln für die Errichtung der Territorialherrschaft, Vogt von Münster, Vizevogt im Osnabrücker Nordland und in Corvey an der Weser, besaß er auch etliche Freistühle, wie Friesoythe, Addrup und auf dem Hümmling. Später wurden zur Sicherung an den Zuwegen nach Tecklenburg einige Adelshöfe als Vasallen zur Sicherung dieses Weges eingesetzt, wie z. B. Haus Marck, die Anwesen Kieseling, Horne, Meeseburg, Kronenburg, Hülshoff und Wondahl. Die erste urkundliche Erwähnung der Anlage erfolgte 1184. Zu dieser Zeit soll die Tecklenburg die größte und mächtigste Höhenburganlage Norddeutschlands gewesen sein. 1168–1190 erwarb der Kölner Erzbischof Philipp von Heinsberg die Grafschaft Tecklenburg von Graf Heinrich von Geldern und Graf Simon von Tecklenburg für die außergewöhnlich hohe Summe von 3.300 Mark. Graf Simon erhielt die Burg Tecklenburg als Lehen und übergab seine Allode für 50 Mark dem Erzstift Köln.

250 Jahre Landkreis Tecklenburg

Die Grafen von Tecklenburg besaßen im 13. und 14. Jahrhundert zeitweise die Kirchenvogteirechte über Münster und Osnabrück und waren durch Auseinandersetzungen mit den benachbarten Bistümern und Herrscherhäusern sowie Erbfolgen und Ehen in wechselnden Verhältnissen insbesondere mit den Grafen von Bentheim und den Herren von Steinfurt verbunden. Sie gründeten das Kloster Malgarten in Bramsche. Durch die verwandtschaftlichen Beziehungen der Grafen von Tecklenburg zu den Äbten von Corvey und zu den Äbtissinnen von Herford erhielt Herford wohl Grundbesitz an mehreren Orten in der Grafschaft Tecklenburg und das Patronat über die Kirchen in Lienen, Ibbenbüren und Lengerich. In der evangelischen Pfarrkirche von Tecklenburg befindet sich das Grabmal des Grafen Konrad von Tecklenburg († 1557). Die Grafen besaßen unter anderem Herrschaftsrechte, Ländereien und Schlösser im südwestlichen Niedersachsen sowie insbesondere in den Herrschaften Lingen, Rheda und (Hohen-)Limburg und am Niederrhein. Die Stadt Tecklenburg wurde 1226 als Suburbium urkundlich erwähnt und 1388 erstmals „stad“ genannt. Sie erhielt zu Beginn des 17. Jahrhunderts vom Grafen Adolf von Bentheim-Tecklenburg ein eigenes Stadtrecht. 1707 kam Tecklenburg unter preußische Herrschaft, nachdem das Königreich Preußen Grafschaft und Stadt gekauft hatte. Die Grafschaft Tecklenburg gehörte zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. Unterhalb des Südwesthangs des Teutoburger Waldes befindet sich das Wasserschloss Haus Marck, ein im 14. Jahrhundert erbauter Herrensitz, auf dem 1643 die Vorverhandlungen zum Westfälischen Frieden stattfanden. Nach erfolglosen Versuchen, die Burg instand zu setzen, begann man auf Anordnung der preußischen Regierung, ab 1744 Teile der Burg zu schleifen. Nach dem Ende der Napoleonischen Kriege wurde 1815 der Landkreis Tecklenburg gebildet.

Die Stadt war bis 1974 Sitz der Kreisverwaltung. Bei der Kreis- und Gemeindegebietsreform, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, wurden die Orte der Amtsgemeinde Tecklenburg (Brochterbeck, Leeden, Ledde und Tecklenburg) zur Stadt Tecklenburg zusammengeschlossen und aus dem Kreis Tecklenburg und dem alten Kreis Steinfurt der neue Kreis Steinfurt gebildet.

Karten

Karte Tecklenburg im Alt-Kreis Tecklenburg

Stadt Tecklenburg im Kreis Steinfurt

Die Ortsteile der Stadt Tecklenburg

Tecklenburg Stadt, siehe Google Maps

Dokumente

Verweises

Auskünfte

Kreisarchiv Steinfurt

Stadtarchiv Tecklenburg

Heimatvereine

wiki/22_steinfurt_tecklenburg.txt · Zuletzt geändert: von michael

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