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Dorf Leer
Dieses ist die Beschreibung des Horstmarer Ortsteil Leer Dorf.
Hausstätten- und Höfeliste
Literatur
Geschichte
Urkundlich erwähnt wurde das Bauerndorf erstmals als „Leheri“. Der Ortsname hat dieselbe sprachliche Wurzel wie Leer in Ostfriesland. Der Name „Hleri“ bedeutet so viel wie „umzäunter (Weide-) Platz“. Er ist westgermanischen Ursprungs und daher mit Sicherheit lange vor der Kirchengründung entstanden. Er zählt zu den so genannten (H)lar-Namen (Laer, Laar, Lahr, Lohr, Wetzlar, Goslar usw.), die in Mittel- und Niederdeutschland weit verbreitet sind und zu den ältesten germanischen Ortsnamenswörtern gehören. Im Laufe der Jahre veränderte sich dann der Name von Leheri über Liere, Lyer, Lire und Lere schließlich zu Leer. Bei Ortsfremden kommt es oft zur Verwechslung mit der Nachbargemeinde Laer, die wegen des Dehnungs-e nicht „Läär“ ausgesprochen wird, sondern „Laar“.
Der Ort wurde erstmals in einem Heberegister der Abtei Werden, einer Gründung von Bischof Ludger, im Jahre 890 genannt. Auf dem Amtshof lebten in den Jahren 1206 bis 1466 die oft erwähnten Ritter von Leer. Diese bewohnten die nach dem Rittergeschlecht Gronlo oder Grollo benannte Grollenburg am Rande von Leer, rund 200 Meter von der Kirche im Dorfzentrum entfernt. Bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts blieb das Gut im Besitz der Ritter von Gronlo, die übrigens auch bis zum Jahr 1451 im Besitz des Burgmannshofes im benachbarten Horstmar waren. Schon im 12. Jahrhundert ist auf dem Grund und Boden des Amtshofes die erstmals 1217 urkundlich erwähnte Pfarrkirche von Leer zu Ehren der heiligen Cosmas und Damianus errichtet worden. Zur gleichen Zeit wurde die (Filial)-Pfarrei Leer von der Mutterpfarrei Schöppingen abgezweigt.
Am 1. Juli 1969 wurde Leer in die Stadt Horstmar eingegliedert.




