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Weiner
Dieses ist die Beschreibung des Ochtrup Ortsteil Weiner.
Hausstätten- und Höfeliste
Literatur
Geschichte
Der Weiner Esch ist der älteste Kulturboden der Weiner Bauerschaft. Seit über 3.000 Jahren wird sie für den Anbau von Feldfrüchten genutzt. Die ringförmig um ihr stehenden, alten Zellerhöfe (Hartmaring-Thorner, Althoff, Iking, Engbring, Wissing, Elfringhoff, Wessendorf, Gerling, Enkrodt, Steingrobe, Deitmaring und Niechoff) haben anteilmäßig ihre Ackerfluren auf dem Esch liegen. Mit ihren Leibzuchten, den früheren Altenteilen, die heute leider größtenteils verschwunden sind, sowie den am Rande dieser Eschhöfe gelegenen Kotten (Lütke-Althoff, Lucas Wilmer [untergegangen], Witthage [untergegangen], Loddeweg [untergegangen], Schwering und Bredstege) sind sie die ersten und ältesten Ansiedlungen der Weinerbauerschaft. Sie bildeten in alter Zeit das Eschdorf „villa Wene”. Die übrigen, südlich und südwestlich des Esches gelegenen bäuerlichen Anwesen sind jünger. Sie entstanden zu einer Zeit, als das einstmals ausgedehnte Waldgebiet der Weiner Mark gerodet und besiedelt wurde.
- Verzeichnungseinheit Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen W 051 / Karten A (Allgemein), Nr. 43756
Dabei wurden kleine, eschartige Höheninseln inmitten der Mark bevorzugt. Während die Zellerhöfe und Kotten um den Esch von Anfang an einen zusammenhängenden, dorfartigen Verband bilden, der sich auch in ihrem regelmäßigen, gegenseitigen Abstand von 100 bis 500 Metern zeigt, stellen die in der Weiner Mark und am Horner Bach gelegenen Höfe und Kotten eine Streu- oder Schwarmsiedlung dar. Sie stehen entweder einzeln oder in kleinen Gruppen beieinander. Auch wenn sie nicht das hohe Alter der Eschhöfe erreichen, können sie dennoch nicht als Neusiedlungen angesehen werden, denn die Rodungen der Waldmarken setzten in unserer Gegend schon vor Jahrhunderten ein. Ihre Geschichte, insbesondere ihre Familiengeschichte, ist darum nicht weniger bemerkenswert als die der Althöfe der Weiner Bauerschaft. Den Schatzungsregistern der Knechte und Mägde von 1539 sowie den Hausstättenschätzungen von 1661 bis 1680 zufolge gab es zu dieser Zeit in der Weiner Bauerschaft 24 ganze und halbe Erben (Urhöfe), vier Pferdekotten, drei Kotten, 39 Brinksitzer, drei Backhäuser, 57 Pferde und 23 Pflüge.





