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Holzhausen
Dieses ist die Beschreibung der Bauerschaft Holzhausen.
Hausstätten- und Höfeliste
Literatur
- Herausgegeben von der Gemeinde Lienen (Westfalen)
- und Friedrich Ernst Hunsche 1965
Geschichte
Wie in den anderen alten Lienener Bauerschaften gruppieren sich auch in Holzhausen die ältesten Höfe um Eschfluren. Zu diesen gehört auch das sogenannte Verdel. Es liegt im Norden der Bauerschaft. Alte Höfe der Ursiedlung sind: Brünenann, Dothage, Arlemann und Holthaus. Der einzige Vollerbenhof in Holzhausen hat nicht die Hausnummer 1, sondern 29 erhalten. Der Grund dafür ist, dass der Hof kurz nach 1707 leerstand, als die preußische Verwaltung in den Bauerschaften und Dörfern Hausnummern einführte. Nach seiner Neubesetzung im Jahr 1717 erhielt er als letzter in Holzhausen die Nummer 29. Urkundlich kommt die Bauerschaft Holzhausen im Jahr 1253 zum ersten Mal vor. Holthusen in parrochia Linen (= Holzhausen im Kirchspiel Lienen). Im Jahr 1284 hatte das Kloster Iburg Besitzrechte in Holthusen. In den Schatzungsregistern der Grafen von Tecklenburg von 1577 und 1590 heißt es ebenfalls Holthusen bzw. Holthaußer Bauerschaft. Im Volksmund heißt es heute noch Holthusen, amtlich aber heißt der Ort Holzhausen. (*OUB)
Um 1790/1800 gab es in Holzhausen 29 Eigenwohnhäuser von Kolonen und Köttern, 19 Leibzuchten, 29 Backhäuser (ältere Heuerhäuser), 29 neue Heuerhäuser, 24 Scheunen sowie drei Bockemühlen, die Neue Mühle und eine kleine Wassermühle. Die Feuertaxe für diese 173 Gebäude betrug insgesamt 8.150 Taler. Die Einwohnerzahl belief sich auf 304 im Jahr 1749, 294 im Jahr 1808, 524 im Jahr 1852, 454 im Jahr 1885 und 480 im Jahr 1939. Im Jahr 1939 waren es 480. An Auswanderern, die nach Nordamerika zogen, konnten 250 Personen ermittelt werden. Das Sinken der Einwohnerzahl vor 1885 ist auf die Abwanderung in die Städte und die Auswanderung zurückzuführen.
Karten
Dokumente
Verweise
* OUB : Osnabrücker Urkundenbuch
- Verzeichnungseinheit Kreisarchiv Steinfurt BIBLIO / Präsenzbibliothek, Nr. DEL 07/063(DEL 07/063)




