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Westerbeck
Dieses ist die Beschreibung der Bauerschaft Westerbeck.
Hausstätten- und Höfeliste
Literatur
- Herausgegeben von der Gemeinde Lienen (Westfalen)
- und Friedrich Ernst Hunsche 1965
Geschichte
Der Kern der ältesten Siedlung Westerbecks befindet sich in der Nähe der Höfe Teeske, Lübbermann, Starke, Niehus, Averdick, Harde, Wesselmann und Lieneke. Auch der verschwundene Hof Johannemann gehörte zu dieser Reihe. Der Hof Horstebrock, ein alter Vollerbenhof wie der Hof Teeske, scheint irgendwann aus dem alten Siedlungskern weiter nach Südwesten verlegt worden zu sein. Mehrere Höfe in Westerbeck waren dem Hause von Korff auf Harkotten eigen. Die Bauerschaft Westerbeck hat ihren Namen offenbar von dem westlich vom „Alten Dorfe“ fließenden Bach erhalten, der im Volksmund „Westerbieke“ genannt wurde. Der Bach wird nun „Lienecken Bieke” genannt. Um 1050 hatte das Kloster Freckenhorst Besitz in Westarbikie, 1088 zog das Kloster Iburg in Westerbike Zehnt-Abgaben ein. 1219/1224 hatte das Kloster Iburg Zehntrechte an zwei nicht näher bestimmten Höfen in Westerbeke, 1283 erwarb das Kloster Bersenbrück den Zehnt von den Gütern des Ludolphus Hake in „Villa Westerbeke”. Im Jahr 1284 wird Westerbeke wiederum in einer Urkunde erwähnt. Im Jahr 1336 werden die Brüder Everhardus und Henricus von Korff als Grundbesitzer in Westerbeck benannt. 1337/1345 hatte auch ein Henricus de Aspelcampe, ein Ritter der Grafen von Ravensberg, Besitz in Westerbeck. In den Schatzungsregistern von 1577 und 1590 wird der Ort als „Westerbecke (*OUB)
Um 1790 gab es in Westerbeck 30 Eigenwohnhäuser von Kolonen und Köttern, 16 Leibzuchten, 11 Backhäuser, fünf neue Heuerhäuser und eine Scheune. Diese 83 Gebäude waren mit 5.875 Talern gegen Brand versichert. Die Einwohnerzahl der Bauerschaft Westerbeck betrug 204 im Jahr 1749, 356 im Jahr 1808, 410 im Jahr 1852, 354 im Jahr 1885 und 369 im Jahr 1939. Als Auswanderer konnten 270 Personen ermittelt werden. Im Jahr 1961 hatte Westerbeck 493 Einwohner.
Eine vor 35 Jahren (1927–1936) durchgeführte Flurbereinigung hat die alte Flureinteilung mit ihren zahlreichen Teilstücken größtenteils beseitigt. Dabei wurden auch die alten Wege teilweise begradigt und verlegt. Gerade die frühere Aufstückelung der Westerbecker Fluren ringsum beweist, dass die Geschichte der Bauerschaft sehr alt ist und alle Perioden der Besiedlung im Raum unserer engeren Heimat miterlebt hat.
Karten
Dokumente
Verweise
* OUB : Osnabrücker Urkundenbuch
- Verzeichnungseinheit Kreisarchiv Steinfurt BIBLIO / Präsenzbibliothek, Nr. DEL 07/063(DEL 07/063)




