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Hambüren und Handarpe
Dieses ist die Beschreibung der Westerkappelner Ortsteile Hambüren mit dem Haus Velpe und Handarpe.
Hausstätten- und Höfeliste
☛ [Hambürener und Handarper Hausstätten- und Höfeliste]
Die alten Hausnummern von Hambüren und Handarpe sind gemeinsam fortlaufend.
Literatur
- Westerkappeln - Chronik einer alten Gemeinde im nördlichen Westfalen
- von Friedrich Ernst Hunsche und der Gemeinde Westerkappeln 1975
Geschichte
1142 besaß hier das Kloster Gertrudenberg den Zehnt. (*OUB I, 268.) Im Jahre 1158 erwarb das Kloster Gertrudenberg ein Erbe in Hambüren für 34 Mark. (*OUB I, 305.). Um 1178 als Honburen genannt (*WUB, Cod. diplom., 398.). In dem Einkünfteverzeichnis des Dompropstes Leutfried von Osnabrück werden in der Zeit von 1180 bis 1207 folgende Höfe genannt: Gelinctorpe (Gentrup), Hake, Hagenberg. Der Osnabrücker Dom erhielt noch bis zur Ablösung im 19. Jahrhundert Abgaben von einigen Höfen.
Fünf Kilometer südlich des Ortsmittelpunkts der Gemeinde Westerkappeln, in der Bauerschaft Hambüren, befindet sich das ehemalige Rittergut Haus Velpe. Der Name Velpe taucht erstmals um 1200 in einem Einkünfteregister des Osnabrücker Domprobstes auf. Auch in den Jahren 1298 und 1299 werden Angehörige der Familie von Velpe urkundlich erwähnt.
Es ist daher wahrscheinlich, dass der Herrensitz im 13. Jahrhundert durch die Zusammenlegung mehrerer kleinerer Bauernhöfe entstand. Nachweislich waren die von Velpe Burgmänner (Ministeriale) des Grafen von Tecklenburg. Die Burgmänner, ursprünglich unfreie Ritter, hatten in der Hauptsache militärische Dienste zu leisten.
Später wurden einige von ihnen in den Hofdienst berufen, beispielsweise als Verwaltungsbeamte, Hofrichter oder Notare. Als Gegenleistung wurden sie mit Gütern belehnt und in den niederen Adelsstand erhoben. Im Jahr 1562 gehörten Johann Ledebur auf Langenbrück, Heinrich Lüninck zu Cappeln und Erich von Velpe zu den zehn Burgmännern, die den Landtag der Grafschaft Tecklenburg bildeten. Rund 300 Jahre blieb das Gut im Besitz der Familie Velpe, bis Erich von Velpe es 1565 an Jürgen von Holle auf Haus Marck verkaufte. Am 25. Januar 1879 wurde Velpe als Rittergut gelöscht. Die Zerstückelung des Gutes hatte zu diesem Zeitpunkt bereits begonnen. Im Jahr 1898 erwarb die Familie Echterhoff die Gutsanlage. Das marode ehemalige Herrenhaus wurde abgerissen und durch das heutige Gebäude ersetzt. Von dem einst stolzen Rittersitz sind nur noch das um 1700 von den Meyhers errichtete Torhaus und ein Teil der alten Gräfte erhalten.
1249 kamen Höfe in Handarpe an den Bischof von Osnabrück, nachdem schon 1169 einige Höfe durch Bischof Philipp von Osnabrück dem Stift St. Johann überlassen worden waren. (*OUB I, 321.) Die Höfe in Handarpe und Hambüren werden in alten Akten meist zusammen aufgeführt.
Handarpe ist eine Bauerschaft mit den Siedlungen Hollenbergs Hügel und Ortfeld im Gemeindegebiet von Westerkappeln im westfälischen Tecklenburger Land und liegt 5 km westlich bis 2 km südlich vom Ortskern von Westerkappeln entfernt. Erbaut wurde die Siedlung durch die Kreisbaugenossenschaft des Kreises Tecklenburg in Hanglage. In der Nachkriegszeit fehlten im gesamten Kreis Tecklenburg dringend benötigter Wohnraum für über 10000 Vertriebene. So entstanden vornehmlich Wohnungen für Bergmänner und ihre Familien. Hierzu zählte die ab 1954 erbaute Siedlung Hollenbergs Hügel. 1912 gab es bereits Gespräche über eine Kirche im Süden von Westerkappeln. Nach den beiden Weltkriegen wurden die Gespräche 1961 wieder aufgenommen. Da man sich nicht auf einen Standort einigen konnte, wurde sowohl in Hambüren als auch in Handarpe eine Kirche gebaut. 1964 fand die Grundsteinlegung zum Bau der evangelischen Kirche in Handarpe statt. Um die Kirche entstanden ab den 1970er Jahren erste Häuser in der neuen Siedlung Ortfeld. Am 28. November 1965 wurde die Kirche in Dienst genommen und wird seit 2007 durch den örtlichen Förderverein erhalten, nachdem es Gespräche über einen Abriss der Kirche gegeben hatte. 2020 entschied man sich dann aber, die Kirche abzureißen.Im Juni 1959 wurde in der Siedlung die katholische St. Barbara-Kirche geweiht, die aber im Jahr 2012 der Erweiterung des Kindergartens wich.
Am 1. Oktober 1939 fusionierten die damaligen Gemeinden Westerkappeln-Stadt und Westerkappeln-Land zur neuen Gemeinde Westerkappeln.
Karten
Westerkappeln (Westerkappeln), Zusammenlegung Hambüren-Handarpe 1903, Übersichtskarte
Verzeichnungseinheit Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen W 051 / Karten A (Allgemein), Nr. 32230
Dokumente
Verweise
* OUB : Osnabrücker Urkundenbuch
- Verzeichnungseinheit Kreisarchiv Steinfurt BIBLIO / Präsenzbibliothek, Nr. DEL 07/063(DEL 07/063)
* WUB : Westfälisches Urkundenbuch







