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wiki:steinfurt_westerkappeln_seeste

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Seeste

Dieses ist die Beschreibung des Westerkappelner Ortsteil Seeste.

Hausstätten- und Höfeliste

Literatur

  • Westerkappeln - Chronik einer alten Gemeinde im nördlichen Westfalen
  • von Friedrich Ernst Hunsche und der Gemeinde Westerkappeln 1975

Zur Regionalbuch-Bibliothek für Düte

Geschichte

Der nördliche, flache Teil Bauerschaft Seeste heißt Niederseeste und der südliche, höhere Teil Oberseeste. Im Gebiet der jetzigen Bauerschaft Seeste lagen auch Wallenbrock und Telgte, ursprünglich anscheinend zwei kleinere selbständige Siedlungsbezirke (Unter-Bauerschaft).

Über Wallenbrock heißt es im Jahre 1188: »Item in parrochia Kappelen prope Thekeneborch domus Wallenbroeke cum attinenciis». Vermutlich ist mit diesem »domus« (Haus) der später Meyer zu Wallenbrock genannte Hof gemeint. Es handelt sich dabei um ein Gut des Grafen Heinrich von Dalen ( Haus Dahl in Selm), das dieser wohl durch seine Mutter Hadwigis von Calvelage-Ravensberg, verheiratete von Dalen, erhalten hatte. (*OUB I, 391.). 1249 heißt Seeste „villa Segesten“, 1262 „Segeste“ und 1265 „Segheste“. (*OUB II, 557; III, 264.) 1249 fand eine Bestätigung von Gütern und Einkünften für das Kloster Gertrudenberg durch den Bischof Engelbert I. von Isenberg von Osnabrück statt. Am 30. September 1262 schenkte der Bischof von Osnabrück, Baldewin von Russel (1259 – 1264), dem Kloster Gravenhorst je ein Erbe in Wallenbroke und Seeste, nachdem der Ritter Heinrich von Braken, der damit vom Grafen Otto I. von Tecklenburg belehnt war, diesem gegenüber und der Graf ebenfalls gegenüber dem_Bischof darauf vezichtet hatte. (*OUB III, 264.) Im Jahre 1272 erhielt das Kloster Bersenbrück von der Witwe des Ritters Hartraut Wulf ein Erbe in Seeste. (*OUB III, 454.) Im Jahre 1299 gab der Knappe Konrad von Brochterbeck (Ortsteil von Tecklenburg) seinen vom Bischof von Osnabrück in Telgte (Telgeth) und Seeste (Segest) empfangenen Zehnt an das Domkapitel Osnabrück durch Kauf. (*OUB IV, 538.)

Um 1602/1603 hatten 43 Höfe in Seeste Markengelder an den Grafen von Tecklenburg zu zahlen. (Archiv Braunfels, A 48,6 a.). Über die Bauerschaft Seeste muß noch vermerkt werden, daß dort nach der Leedener Chronik von J. H. Staggemeier aus dem 18. Jahrhundert eine Kapelle, die »Kluß«, gestanden haben soll, deren Reste um 1750 anscheinend noch vorhanden waren. Die »Kluß« finden wir auch auf einer alten Karte unmittelbar westlich der Straße und des Hofes Schemme. Ob es sich dabei wirklich um eine Kapelle handelte, kann nicht bewiesen werden, da es urkundliche Hinweise darüber nicht gibt. Sollte in Seeste tatsächlich eine Kapelle gestanden haben, so kann sie erst nach der Gründung des Kirchortes Westerkappeln errichtet worden sein, vielleicht als Prozessionskapelle, der wohl keine offizielle Bedeutung zukam.

Am 1. Oktober 1939 fusionierten die damaligen Gemeinden Westerkappeln-Stadt und Westerkappeln-Land zur neuen Gemeinde Westerkappeln.

Karten

Dokumente

Verweise

* OUB : Osnabrücker Urkundenbuch

  • Verzeichnungseinheit Kreisarchiv Steinfurt BIBLIO / Präsenzbibliothek, Nr. DEL 07/063(DEL 07/063)

WUB : Westfälisches Urkundenbuch

Auskünfte

Kreisarchiv Steinfurt

Gemeindearchiv Westerkappeln

Große Str. 13, 49492 Westerkappeln

Heimatvereine

www.Kultur und Heimatverein Westerkappeln.de

Auskünfte erhalten Sie unter:

                  info@westfalenhoefe.de
wiki/steinfurt_westerkappeln_seeste.txt · Zuletzt geändert: von michael

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