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Sennlich
Dieses ist die Beschreibung des Westerkappelner Ortsteil Sennlich.
Hausstätten- und Höfeliste
Literatur
- Westerkappeln - Chronik einer alten Gemeinde im nördlichen Westfalen
- von Friedrich Ernst Hunsche und der Gemeinde Westerkappeln 1975
Geschichte
Im Jahre 1097 wird »Sinecla« als Freigericht (Dingstätte) eines Freigrafen Folchmar genannt. (*OUB I, 216.) Nach Lindner (»Die Veme«, S. 168, 1896) hielt dieser Freigraf Folchmar oder Folmar im Jahre 1096 in Holthes und 1097 in Sinecla Gericht. Am 17. Juni 1249 heißt es in einer Urkunde über Abgaben an das Kloster Gertrudenberg: »…de domo comitis in Seneclo VIIT solidos .. de domo Weringes dieti Grudere in Seneclo duos (solidos)«x. Es waren demnach vom gräflichen Hof in Sennlich acht und vom Hof Weringes genannt Grudere in Sennlich zwei Schillinge an das Kloster Gertrudenberg zu zahlen. (OUB II, 557.) 1262 erwarb Kloster Gravenhorst (Hörstel) ein Erbe in Sennlich. (*OUB III, 306.) Im Jahre 1299 erwarb das Domkapitel Osnabrück den Zehnt in Sennlich von dem Ritter Konrad von Brochterbeck. (*OUB IV, 538.) Am 12. Januar 1310 verzichteten der Ritter Hugo von Horne und seine Söhne Hugo und Alexander auf das Eigentum eines Erbes in Sennlich (Seninglo), das früher einem Henricus von Ambergen gehörte. Als Zeugen sind dabei genannt: Ludolfus Hake senior, Everhardus Budde, Hinricus de Stricket, Alexander de Langhen, Svederus de Monasterio (von Münster), milites (Ritter). (*WUB, Bd. 8, Nr. 529.) 1602/1603 werden bei der Zahlung der Markengelder die „Sennelter“ (Sennlicher) Bauern und die „Dorper“ zusammen aufgeführt; es sind dreißig Namen. (Archiv Braunfels, A 48, 6 a.)
Ein urkundliche Erwähnung von Sennlich findet sich auch im Grundbuch des Haus Cappeln aus dem Jahre 1689. In der Zeit von 1811 bis 1813, während der französischen Annexion des Tecklenburger Landes unter Napoleon, wurden auf dem im Westen Sennlichs gelegenen Windmühlenhügel große Steine und Felsbrocken für den Straßenbau entnommen. Seit der 1950er Jahre gibt es ein Hofsterben in Sennlich. Seitdem hat sich der Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe stark verringert, gleichzeitig ging die landwirtschaftlich genutzte Fläche zurück. Für viele kleine Betriebe war die Landwirtschaft nicht mehr rentabel genug. Betriebe, die durch Zukäufe oder durch Anpachtung landwirtschaftlicher Fläche expandierten, konnten überleben.
Am 1. Oktober 1939 fusionierten die damaligen Gemeinden Westerkappeln-Stadt und Westerkappeln-Land zur neuen Gemeinde Westerkappeln.
Karten
Westerkappeln (Westerkappeln), Zusammenlegung Sennlich 1906, Übersichtskarte
Verzeichnungseinheit Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen W 051 / Karten A (Allgemein), Nr. 41850
Dokumente
Verweise
* OUB : Osnabrücker Urkundenbuch
- Verzeichnungseinheit Kreisarchiv Steinfurt BIBLIO / Präsenzbibliothek, Nr. DEL 07/063(DEL 07/063)






