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Gimbte
Hausstätten- und Höfeliste
Literatur
Geschichte
Die ältestüberlieferte Namensform dieses Dorfes in dem ersten Güterverzeichnis des Überwasserstiftes zu Münster aus dem Ende des 11. Jahrhunderts lautet Gimmethe. In dem zweiten Teil des Namens steckt das altniederfränkische mad, altniederdeutsch meth (Mahd, Matte) = Grasland. Würde die erste Silbe mit Kimme (Rand, Horizont) gedeutet werden, würde daraus das „Grasland am Rand“, oder „Am Ufer des Flusses“ bedeuten. Aus zwei Hofgruppen (Drubbeln) auf Bodenerhebungen im Tal zwischen Ems und Aa entstand allmählich das Dorf. Als Haupthof ist der Hof Schulze Bisping zu nennen, der 1040 vom damaligen Bischof von Münster, Herimann I., dem Münsterischen Überwasserstift geschenkt wurde. Die etwa zur gleichen Zeit gegründete St. Johnnes-Kirche ist eine Tochterpfarre der Grevener St. Martinuspfarre und bekam ihr Pfarrgebiet von ihrer Muttergemeinde.
Bis zur Auflösung des Fürstbistums Münster 1802 gehörte das Kirchspiel Gimbte ebenso wie das Kirchspiel Greven zum Amt Wolbeck. Aber erst seit 1808 existiert eine Gemeindevertretung im modernen Sinn, die auf Reformen der zwischen 1806 und 1813 in Westfalen herrschenden Franzosen zurückgeht. Damals gehörte Gimbte zur Mairie (Bürgermeisterei) St. Mauritz und kam 1821 zum Amt Greven. Seit der Landgemeindeordnung von 1841 war Gimbte eine Gemeinde (mit Wappen, s.o.) innerhalb des Amtes Greven, die einen Gemeindevorsteher und einen Gemeinderat von 12 Personen wählen durfte. Bei nur 15 Wahlberechtigten saß fast jeder von Ihnen dauerhaft im Gemeinderat!
Mit der Auflösung des Amtes Greven 1954 änderte sich die Verwaltungsstruktur. Die Gemeinde Gimbte ging mit der Stadt Greven eine Verwaltungsgemeinschaft ein. Bis zur Eingemeindung Gimbtes in die Stadt Greven im Zuge der kommunalen Neuordnung 1975 dauerte die Selbständigkeit des Dorfes.





