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Höfen

www.Schale.de

Dieses ist die Beschreibung des Hopstener Ortsteil Schale-Höfen.

Hausstätten- und Höfeliste

Literatur

Geschichte

Schale (alt: Scaldi) war schon in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt, wie mehrere Hügelgräber und Urnenfunde belegen. Frühe Benennungen von Schale : „Scaldi in pago Fenkion“ im 9. Jahrhundert, „Scalda“ im 11. Jahrhundert, „Schalde“ um 1150, „Scalde“ 1248 und „Scolden“ 1278 sowie einer Familie „Giselbertus de Scolde„ 1257.

Im 9. Jahrhundert ist erstmals die Sprache von einer Schenkung abteifreier Höfe in Schale durch Priester Castus an die Abtei Werden. Das Abgabenverzeichnis des Werdener Klosters benennt im Jahr 890 fünf Namen von Personen, die Abgaben leisten mussten. Im 11. Jhdt. besaß das Kloster Corvey hier den Zehnten. Laut einem weiteren Nachweis aus dem Jahr 1150 erhielt der Werdener Oberhof in Schapen ebenfalls Abgaben. Ab 1226 sind die Ritter von Schale als Dienstbevollmächtigte der Tecklenburger Grafen nachweisbar. Diese lebten in der Zeit vom 13. und 14. Jahrhundert in Schale. Im Jahr 1250 schenkten Johannes und Lambertus Zeymones und deren Vetter Heinrich Zeymones ihre Höfe aus dem Dorf Schale und den Schaler (Unter-)Bauerschaften, Höfen (mit Bertlingen, Dresselhusen, Finkenhuisen), Hümmling (mit Berkenhuisen, Eschuisen, Paltenkempen) und Mersch (mit Wiemerslage), dem Bischof von Osnabrück und wanderten als Händler nach Riga aus. Am 21. Oktober 1278 gründete der Osnabrücker Bischof Konrad II. von Rietberg das Kloster Schale, das mit dem Hof (Große) Dresselhaus und dem Emskamp-Kotten ausgestattet wurde. „Er übertrug dem neugegründeten, mit Börsteler Nonnen zu besetzenden Zisterzienserinnenkloster Schale das von ihm lehnrührige Erbe zu Schale.“ Die nach Riga ausgewanderten Lehnsnehmer der Familie Seyme (Zeymones) verzichteten im gleichen Jahr zu Gunsten des Klosters auf ihren Besitz. Damit übertrug Bischof Konrad II. den Besitz an Nonnen des nahegelegenen Stiftes Börstel. Im Jahr 1533 lehnte der Osnabrücker Bischof Franz von Waldeck den Kauf des Klosters Schale ab. Bereits 1534 kaufte mit seinem Amtsantritt der Tecklenburger Graf Konrad das Kloster mit allen Ländereien. Dies führte daraufhin zu erheblichen Spannungen zwischen dem Tecklenburger Grafen und den Osnabrücker Bischöfen. Schon 1535 wandelte Graf Konrad das Kloster in ein evangelisches Kirchspiel um. Nach dem Schmalkaldischen Krieg verlor die Grafschaft Tecklenburg zahlreiche Gebiete an Osnabrück und Münster. Schale verblieb hingegen als eine Exklave bei der Grafschaft. Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges fiel das Kloster wahrscheinlich einem Brand zum Opfer.

Mit dem Verkauf der Grafschaft Tecklenburg 1707 wurde Schale ein Teil von Preußen. Das Gasthaus Zur Alten Post wurde im Jahr 1719 gebaut. Hier sollen bereits Friedrich der Große und Napoléon Bonaparte übernachtet haben. An die Übernachtung des Alten Fritz im Gasthof Zur alten Post erinnert ein Spruch im Giebel. 1811 wurde Schale eine selbständige Gemeinde und gehörte nach der napoleonischen Herrschaft zu dem 1816 gegründeten Kreis Tecklenburg. Zur Bürgermeisterei Schale und ab 1851 zum Amt Schale gehörte fortan die Gemeinde Halverde. Am 1. September 1874 eröffnete das erste Postamt in Schale und ab 1883 übernahm das Amt Schale die Verwaltung der Gemeinde Hopsten. Bereits im Jahr 1917 wurde die gemeinsame Verwaltung nach Hopsten verlegt.

Im Rahmen der kommunalen Neugliederung wurde zum 1. Januar 1975 die Gemeinde Schale mit den beiden anderen Gemeinden (Halverde und Hopsten) des gleichzeitig aufgelösten Amtes Hopsten zur neuen Gemeinde Hopsten zusammengelegt.

Karten

Dokumente

Verweise

Auskünfte

Gemeindearchiv Hopsten

Heimatverein

Heimatverein Schale

Auskünfte erhalten Sie unter:

                  info@westfalenhoefe.de
wiki/hopsten_hoefen.txt · Zuletzt geändert: von michael

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