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Kirchbauerschaft
Dieses ist die Beschreibung des Nordwalder Ortsteil Kirchbauerschaft.
Hausstätten- und Höfeliste
Literatur
Geschichte
Der Ortsname „Nordwalde“ wird urkundlich erstmals im Jahr 1151 in einer Steuerurkunde erwähnt, mit der vom Bischof von Münster die Besitzungen des Klosters Asbeck u. a. unter Nennung eines Zehnten in „Northwalde“ bestätigt wurden. Zu dem seit 1180 bestehenden Hochstift Münster zählten auch vier in Nordwalde gelegene Herrensitze, zwischen denen Urkunden zufolge die „Edlen von Borghorst“ eine Kirche hatten erbauen lassen: Der Pröbstinghof, was Hof des Dompropstes bedeutet, wurde erstmals 1265 urkundlich erwähnt. Ungefähr aus der gleichen Zeit dürfte der Bispinghof (Hof des Bischofs) stammen, denn beide Herrensitze gingen aus frühmittelalterlichen sächsischen Haupthöfen hervor. Die zwei weiteren ehemaligen Herrensitze Haus Herzhaus und Haus Althaus gehörten zum gleichnamigen Adelsgeschlecht Althaus (auch Herren von Oldenhues genannt), wobei es sich bei Haus Althaus um ein von Juli 1505 bis 1727 von der Dompropstei Münster als Lehen überlassenes Rittergut handelte. Dieses Rittergut war durch eine Doppelgräfte vor Eindringlingen geschützt. Ein großes Steinhaus, das Mitte des 18. Jahrhunderts abgerissen wurde, war Vorgängerbau des heutigen Herrenhauses. Zum Hof gehörte auch ein in einem Waldgelände gelegener, durch Wälle und einen Wassergraben abgetrennter Kotten. Ab 1727 ging das Rittergut in den Lehensbesitz der Familien Prysing und von Kaas über, bis die Dompropstei Münster das Lehen im Jahr 1772 mangels genügender Erträge gegenüber den Lehensnehmern aufkündigte. Im Jahr 1875 ging Haus Althaus in das Eigentum des Fürsten zu Bentheim-Steinfurt über.
Vermutlich spätestens seit dem 16. Jahrhundert bis Ende 1802 gehörte Nordwalde zum Amt Wolbeck des Hochstifts Münster. Für die umliegende Landschaft von Reckenfeld noch heute prägend sind die Wallgräben des in den Jahren 1724/25 gebauten Max-Clemens-Kanals, der am westlichen Rand von Reckenfeld entlang verlief. Erst nach der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 gehörte Nordwalde als Landgemeinde im Kreis Steinfurt in der Provinz Westfalen zu Preußen. Von 1843 bis zur Aufhebung aller preußischen Einzelgemeindeämter im Jahre 1934 bildete Nordwalde ein eigenes Amt.
Die Gemeindegliederung besteht aus den Ortsteilen der ehemaligen Bauerschaften Feldbauerschaft, Kirchbauerschaft, Scheddebrock, Suttorf, Westerode und des Dorfes Nordwalde (Ortskern). Ein Kuriosum in der Nordwalder Gemeindegeschichte stellte die Siedlung Reckenfeld dar, die schließlich, insbesondere mit einer Unterschriftenaktion, die Eingemeindung nach Greven erreichten. Sie erfolgte am 1. Januar 1964.




