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Gemeinde Lienen
Dieses ist die Beschreibung der Gemeinde Lienen mit ihren früheren Bauerschaften, den ihnen folgenden Gemeinden und den Kirchengemeinden (Kirchspielen).
Hausstätten- und Höfeliste
- Ostenfelde (heute Bad Iburg / LK Osnabrück)
Literatur
- Herausgegeben von der Gemeinde Lienen (Westfalen)
- und Friedrich Ernst Hunsche 1965
Geschichte
Die Gemeinde wurde erstmals im Jahre 1088 urkundlich als Lina erwähnt. Lina bedeutet so viel wie Ort am Abhang des Berges oder Hügeldorf am Teutoburger Wald.
Die Grenzen der Gemeinde und des Kirchspiels Lienen dürften sich von der Zeit der Sachsenkriege Karls des Großen bis zur Abtrennung der Bauerschaft Ostenfelde im Jahre 1609 im wesentlichen nicht verändert haben. Die Westgrenze zwischen Lienen und Lengerich war eine alte Gaugrenze zwischen dem Threcwithi- und dem Suderberggau. Auch im Süden scheint sich die Lienener Grenze, hier in einem ausgedehnten Markengebiet, nur unwesentlich verändert zu haben. Auch nach Norden hin gegen Hagen im Osnabrücker Lande scheint es sich um eine ursprüngliche Grenze zu handeln, an der die Grafentafel, einem markanten Felsen im Nordwesten des Holperdorper Tals, 804 bzw. 965 urkundlich als Hrutansten genannt, ein unverrückbarer, fester Grenzpunkt war und geblieben ist. Lediglich nach Osten hin ist eine deutliche Grenzverinderung nach langwierigen Streitigkeiten zwischen den Bischöfen von Osnabrück und den Grafen von Tecklenburg am Ende des 16. Jahrhunderts festzustellen. Die Bauerschaft Ostenfelde wurde von Lienen abgetrennt und kam zu Iburg. Im Gebiet von Lienen bestanden schon früh alte Siedlungskernpunkte mit den Bauerschaften Aldrup, Westerbeck, Hoste, Holperdorp, Ostenfelde, Dorfbauer, Holzhausen und Meckelwege. Zur Bauerschaft Meckelwege gehorte auch das Flurgebiet Kattenvenne, das erst seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert als selbstindige Bauerschaft vorkommt.
Bis ins 20. Jahrhundert hinein war die Gemeinde durch die Landwirtschaft geprägt. In der Zeit vom 17. bis 19. Jahrhundert ergänzte die bäuerliche Hausleinen-Industrie das landwirtschaftliche Einkommen. Ab 1832 setzte sich, ausgelöst durch den Zusammenbruch des Hausleinen-Gewerbes in der napoleonischen Zeit und die eingetretene Überbevölkerung, eine Auswanderungsbewegung nach Nordamerika in Gang. Diese endete erst mit dem Beginn der industriellen Revolution. In dieser Zeit lösten der Bau des Kalkwerkes in Höste und die verbesserte verkehrstechnische Erschließung durch eine Bahnlinie erste gewerblich-industrielle Impulse aus.
Lienen gehörte seit 1816 zum Kreis Warendorf in der preußischen Provinz Westfalen und bildete seit 1843 ein eigenes Amt. 1857 wurde Lienen aus dem Alt-Kreis Warendorf in den Alt-Kreis Tecklenburg umgegliedert. Durch das Münster/Hamm-Gesetz kam Lienen 1975 zum neuen Kreis Steinfurt.









