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Gemeinde Wettringen
Dieses ist die Beschreibung der Gemeinde Wettringen mit ihren früheren Bauerschaften, den ihnen folgenden Gemeinden und den Kirchengemeinden (Kirchspielen).
Hausstätten- und Höfeliste
Literatur
- Wettringen - Beiträge zur Heimatgeschichte von Wettringen
- von Wilhelm Brockpähler, 1938
Geschichte
Die erste [urkundliche Erwähnung vom 7. Juni] 838 beruht auf einer Schenkung der „Kirche zu Wateringas“ durch Kaiser Ludwig den Frommen an das Frauenstift Herford. Wettringen ist damit eine der ältesten Gemeinden des Münsterlandes. Die Kirche wurde bereits um 800 von Karl dem Großen gegründet und war Urpfarrei für spätere Gotteshäuser in der Umgebung.
Das Kirchspiel Wettringen bestand seit den Anfängen aus dem Dorf und den vier Bauerschaften Dorfbauerschaft, Bilk, Rothenberge und Haddorf. Der alte romanische Kirchenbau wurde 1522 erweitert. Während der spanischen Einfälle im Achtzigjährigen Krieg wurde Wettringen 1590 mehrmals geplündert. Auch im November 1622, zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, wird Wettringen Opfer von Plünderung und Brandschatzung. Der seit 1731 zwischen Münster und dem vorläufigen Endpunkt Clemenshafen fertiggestellte „Münsterische Kanal“ wurde 1771 bis Maxhafen verlängert und nach den jeweiligen Fürstbischöfen Max-Clemens-Kanal genannt. Die ursprüngliche geplante Verbindung über die Steinfurter Aa und die Vechte nach Zwolle kam zwar nie zustande, dennoch erlebte das auf Wettringer Gebiet gelegene Maxhafen einen regen Warenumschlag, an dem auch die örtlichen Fuhrleute ihren Anteil hatten. Von 1733 bis 1812 führte auch die Postverbindung über Gronau nach Zwolle unter Einbeziehung des Kanals über Maxhafen. Der Kanal wurde 1840 aufgegeben.
Wettringen gehörte seit 1816 zum Kreis Steinfurt im Regierungsbezirk Münster. Von 1844 bis zur Aufhebung aller preußischen Einzelgemeindeämter im Jahre 1934 bildete die Gemeinde Wettringen ein eigenes Amt. 1861 wurde die romanische Kirche abgerissen, und 1862/63 ist der Bau der neugotischen Kirche durch Emil von Manger abgeschlossen. Die Pfarrkirche St. Petronilla existiert heute noch. Am 10. Juni 1862 gründen in Wettringen Burghard Freiherr von Schorlemer-Alst und 36 weitere Bauern den ersten Bauernverein, dem schnell weitere folgen. Ein Findling vor dem Wettringer Rathaus erinnert an die Gründung. Hieraus wird am 30. November 1871 der Westfälische Bauernverein gegründet, dem Vorgängerverein des heutigen Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV).
Karten
Karte Wettringen im Alt-Kreis Steinfurt
Gemeinde Westerkappeln im Kreis Steinfurt
Ortsteile der Gemeinde Wettringen
Dokumente
Verweise
St. Petronilla Kirche in Wettringen
LWL-Medienzentrum für Westfalen / LWL-Medienzentrum für Westfalen / Wettringen










