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wiki:23_steinfurt_westerkappeln

Gemeinde Westerkappeln

www.gemeinde-westerkappeln.de

Dieses ist die Beschreibung der Gemeinde Westerkappeln mit ihren früheren Bauerschaften, den ihnen folgenden Gemeinden und den Kirchengemeinden (Kirchspielen).

Hausstätten- und Höfeliste

Literatur

Geschichte

Aus den frühen Nennungen der Bauerschaften ist zu schließen, daß sie keine geringere historische Bedeutung haben als der Ort Westerkappeln, der ja erst mit der Gründung des Kirchspiels und dem Bau einer Kapelle oder Kirche nach 800 entstand. Die Geschichte der alten Bauerschaften und einiger alter Bauernhöfe aber gehen vermutlich weit in die Vergangenheit zurück. Der Name Cappeln geht zurück auf die Gründung einer Kapelle (capellun) oder Kirche im Westen des Bistums Osnabrück, zur Unterscheidung von einer anderen Kapelle im Osten (Ostercappeln). Die Kirche muss in der Zeit nach dem Jahre 800 unter Karl dem Großen entstanden sein. Wahrscheinlich besaß das Kloster Corvey an der Weser bereits seit 816 Grundrechte in Westerkappeln. Erstmalige Erwähnung findet Westerkappeln dort in einem Einkünfteregister im 11. Jahrhundert. Das Haus Cappeln entstand, als Graf Hermann von Ravensberg um 1100 zusätzlich zu seiner Burg Ravensberg bei Borgholzhausen eine Nebenburg in Westerkappeln errichten ließ. Daraus entwickelte sich das Rittergut Cappeln.

1202 mussten die Ravensberger nach einer kriegerischen Auseinandersetzung die Burg an die Grafschaft Tecklenburg abtreten, behielten sie aber als Lehen. 1225 wurde die Lehnsherrschaft nach einer erneuten, diesmal von den Ravensbergern gewonnenen Schlacht wieder aufgehoben. 1246 kam die Burg nach einem weiteren Waffengang aber endgültig an die Grafen von Tecklenburg. Graf Otto V. von Tecklenburg († um 1328, kinderlos) erklärte die Burg 1326 zum Eigentum des Ritters Hermann von Cappeln. 1283 bekundete Rudolf von Diepholz, daß er das Eigentumsrecht der „curtis Cappeln„ dem Ritter Gottfried von Rikenberge für 15 Münstersche Mark verkauft und auf dieselbe in die Hände des Münsterschen Bischofs Everhard von Diest Verzicht geleistet hat. Das Gebiet Westerkappeln-Land gehörte nach der Napoleonischen Zeit zunächst zur Bürgermeisterei Cappeln im 1816 gegründeten Kreis Tecklenburg. Mit der Einführung der Westfälischen Landgemeindeordnung wurde 1844 aus der Bürgermeisterei Cappeln das Amt Cappeln, zu dem seinerzeit das „Wigbolds“ und die Landgemeinde Cappeln gehörten. Die Landgemeinde wurde zu dieser Zeit auch Kirchspiel Cappeln genannt. Bis 1900 schrieb man „Cappeln“ und bis 1939 wurde noch als offizielle Schreibweise „Westercappeln“ gepflegt.

Die Kirche in Westerkappeln wurde erstmals im Jahre 1188 urkundlich erwähnt. Sie war vermutlich eine Eigenkirche auf Corveyer Besitz, die unter dem Einfluss des Klosters Corvey unter das Patrozinium des Hl. Stephanus gestellt wurde. Ab dem Jahre 1252 lag das Patronatsrecht beim Bistum Münster, und ab dem Jahre 1278 beim Kloster Gravenhorst (Hörstel). Bereits im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts wurde die Gemeinde lutherisch, seit 1588 das reformierte Bekenntnis Geltung.

Am 1. Oktober 1939 fusionierten die damaligen Gemeinden Westerkappeln-Stadt und Westerkappeln-Land zur neuen Gemeinde Westerkappeln. (Auf dem Wappen von Westerkappeln ist Reinhild von Riesenbeck zu sehen.)

Karten

Karte Westerkappeln im Alt-Kreis Tecklenburg

Gemeinde Westerkappeln im Kreis Steinfurt

Ortsteile der Gemeinde Westerkappeln

Westerkappeln, siehe Google Maps

Dokumente

Verweise

Auskünfte

Kreisarchiv Steinfurt

Gemeindearchiv Westerkappeln

Große Str. 13, 49492 Westerkappeln

Heimatvereine

wiki/23_steinfurt_westerkappeln.txt · Zuletzt geändert: von michael

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